Berlin, 25.03.2025 – Mit großem Interesse und reger Beteiligung fand die Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts REMISSION an der Technischen Universität Berlin statt. Über 20 Fachleute aus Wissenschaft, Ingenieurwesen, Verwaltung und Netzbetrieb kamen zusammen, um sich über ein zentrales Thema für Klima- und Gewässerschutz auszutauschen: Methanemissionen aus der Kanalisation.

Das Projekt REMISSION – kurz für Reduktion von Methanemissionen aus der Kanalisation – verfolgt das Ziel, durch innovative Messtechnologien, digitale Modellierung und praxisnahe Strategien Treibhausgasemissionen im Abwasserbereich signifikant zu verringern. Dabei wird das Vorhaben von einem starken Konsortium getragen: UNITECHNICS, SIEGRIST und die TU Berlin arbeiten eng zusammen, um konkrete Lösungen für kommunale und industrielle Akteure zu entwickeln.

Fachvorträge mit Tiefgang

Nach der Begrüßung durch Dr. rer. nat. Nikolaos Tzoupanos (TU Berlin) und Dipl.-Ing., Dipl. Umweltwiss. Andreas Obermayer (UNITECHNICS) bot das Vormittagsprogramm fundierte Einblicke in aktuelle Forschungs- und Praxisfragen:

  • Kai Keßler vom Umweltbundesamt präsentierte das nationale Emissionsinventar im Bereich Kommunalabwasser.
  • Dr. Arne Freyschmidt (Leibniz Universität Hannover) stellte aktuelle Erkenntnisse zu Treibhausgasemissionen aus dem Abwasserbereich vor.
  • Dipl.-Ing., Dipl. Umweltwiss. Andreas Obermayer (UNITECHNICS) gab einen Überblick über Zielsetzung und Vorgehen im Projekt REMISSION.
  • Dr. rer. nat. Nikolaos Tzoupanos (TU Berlin) informierte zu Methanemissionen aus dem Kanalnetz.
  • Oec. Alexandra Siegrist und Michael Siegrist (SIEGRIST) beleuchteten die Entstehung und Messung von Methanemissionen im Kanalnetz.
  • Dr. Heinrich Bovensmann von der Universität Bremen ergänzte das Programm mit einem Impuls zum Aufbau eines integrierten Treibhausgas-Monitoringsystems für Deutschland

Austausch und Zusammenarbeit im Fokus

Am Nachmittag stand der interaktive Teil des Workshops im Mittelpunkt.
In moderierten Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden unter anderem über:

  • Herausforderungen bei der Identifikation und Quantifizierung von Methanquelle
  • Wo gab es bisher Probleme mit Methan
  • Anforderungen an den Einsatz geeigneter Messtechnik im Kanalnetz
  • Strategien zur Minderung von Methanemissionen in der Praxis

Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum zusammengeführt und gemeinsam reflektiert.

Gemeinsam auf dem Weg zur emissionsarmen Zukunft

Der REMISSION-Workshop an der TU Berlin war mehr als nur ein gelungener Auftakt – er hat gezeigt, wie groß das gemeinsame Interesse an praxistauglichen Lösungen für Methanemissionen ist. Der direkte Austausch zwischen Forschung, Netzbetreibern und Industrie hat wichtige Impulse gesetzt, die das Projekt in den kommenden Monaten weitertragen wird.

Wir danken allen Teilnehmenden für ihr Engagement – und freuen uns auf die nächsten Schritte, Ideen und Begegnungen auf dem Weg zu einer emissionsärmeren Kanalinfrastruktur.